Kapitel 1. Seitdem Dominik Gassner denken kann, ist da Musik. Und als er mit 5 Jahren „dahoam“ im Kinderchor die ersten Töne gesungen hat, war das Songwriting in Berlin für seine erste eigene EP „kapitel1.“ noch Zukunftsmusik – doch eines war von Anfang an klar: „Griagn ma a ned von am jedn Applaus, mias ma imma dro glaubn“. Dominik Gassner hat seinen Outstandig-Mix gefunden: Mundart im Urban Sound. Deutschpop im Dialekt. Tradition im Modernen.

Von Bad Hofgastein nach Wien, von Wien nach Osnabrück und dann weiter in die Unesco Musikstadt Mannheim: Dominik Gassners „kapitel1.“ hatte bisher viele Stationen – denn Stehenbleiben war und ist für ihn keine Option. Lange auf der Suche nach den richtigen Worten, Tönen und dem einzigartigen Sound, wurde es bei einem Songwriting-Camp im Spätsommer 2019 in Griechenland plötzlich ganz konkret. Genau dort entstanden nämlich seine ersten beiden Singles.  

Manchmal ist es eben ganz einfach „Kompliziert“:  Jeder hatte doch mal diesen einen Freund, oder diese eine Freundin, in die man sich verliebt hat. Man hat sich aber nie getraut diese Gefühle anzusprechen, aus der Angst, die Freundschaft zu versauen. Die tanzbare und doch emotional mitreißende Debutsingle geht ins Ohr und von dort direkt weiter ins Herz. 

Es sind für ihn oft die kleinen Dinge, die die großen Gefühle signalisieren. „Hoamat“ ist für Dominik Gassner aber kein konkreter Ort, sondern überall dort, wo man sich zuhause fühlt. Bei einer neuen Liebe etwa, die im eigenen Badezimmer erstmals die Zahnbürste deponiert. „Des gspiat sie grod wie Hoamat oh“, singt er, und meint damit dieses Glück, das sich einstellt, wenn sich Neues im Leben sofort auch irgendwie vertraut anfühlt. Mit seiner Musik könnte es vielen Menschen bald schon ähnlich ergehen. Dominik Gassner ist zwar ein Newcomer, seine Musik fühlt sich aber sofort vertraut an. Der Sound ist zwar neu, aber das Lebensgefühl, das er damit transportiert, fühlt sich auch sofort vertraut an. Wie auch in seiner Herbst-Single „Vü zu guat“, die er gemeinsam mit Singer-Songwriterin Revelle in Berlin geschrieben hat. In gewohnter Kopfkino-Manier nimmt der junge Salzburger seine Zuhörer:innen mit in die Lebensphase zwischen Daten und etwas Ernstem. Einfach geradeaus gehen und nicht nach links und rechts abbiegen, denn: Weglaufen ist simple. Bleiben nicht.

„Imma nu do“ ist genau aus diesem Grund die Fokus-Single seiner ersten EP „kapitel1.“. Beständigkeit entgegen aller Schnelllebigkeit; Zulassen, anstatt sich zu verschließen; Vertrauen und nicht einfach wegrennen: „Bis wir uns gfundn hom, woa olles nur a Spü, bei dir woas plötzlich ondas“. Gerade in einer langjährigen Beziehung oder Freundschaft ist es wichtig, neben den Höhen auch gemeinsam Tiefen zu meistern, sich gegenseitig aufzufangen und Sicherheit zu geben. Wenn man sich dazu entschieden hat jemandem eine Chance zu geben, muss man seine eigenen Beziehungs-Ideale überdenken und mit den Macken des anderen umgehen lernen: „Von dir loss i ma in de Koatn schaun“. Da ist nichts umschnörkelt – das sind echte Einblicke, Momente und Erlebnisse, die der Newcomer in österreichischem Dialekt so leicht und ehrlich aufs Papier bringt.

Dass Dominik Gassners Weg besonders ist, zeigt sich auch an seinem Kreativ-Team, dass sich in den letzten Jahren um ihn gesammelt hat: Produziert wurden seine Tracks von Kurt Stolle (u.a. PUR, Matthias Schweighöfer, Jonas Monar) und gemischt von Kiko Masbaum (u.a. Max Giesinger, Stefanie Heinzmann, Nico Santos). Und letztlich darf der junge Singer-Songwriter zu seinen Partner:innen auch Warner Music als Label und Lucile-Meisel als Verlag zählen.

Auf seine geliebten Bergtouren muss er nun also längere Zeit verzichten. Statt des nächsten Berggipfels will er jetzt aber ohnehin lieber die Chartspitze erklimmen. Dafür will er sich voll reinhauen: Videodrehs, Fotoshootings, Promotermine, Pressegespräche, Live-Auftritte und – einfach, weil er gar nicht anders kann – neue Songs schreiben.

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EP „kapitel1.“  VÖ 05.11.2021

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